Sportart

Rasenkraftsport

Rasenkraftsport ist eine Sportart, die ihre Ursprünge im Turnen, in der Schwerathletik und in der Leichtathletik hat. Diese drei Elemente, die auf dem Rasen (Sportplatz) ausgeübt werden, prägten auch den Namen: Rasenkraftsport. Beim Rasenkraftsport werden Schnelligkeit, Kraft und Bewegung in Weite umgesetzt. Der Rasenkraftsport wird in verschiedenen Gewichtsklassen ausgetragen. Vor jedem Wettkampf wird der Athlet gewogen, wobei das festgestellte Gewicht beim Wiegevorgang ausschlaggebend für den weiteren Wettkampf ist. Vom Leichtgewicht über Mittelgewicht bis hin zum Schwergewicht, messen sich die Athleten in den verschiedenen Altersklassen, welche der Leichtathletik angepasst sind. Meisterschaften im Rasenkraftsport werden von Schülern und Jugendlichen ab der C-Schüler (ab dem 10. Lebensjahr) ausgetragen. Da hier nicht nur eine Wertung in den verschiedenen Alters -und Geschlechtsklassen erfolgt, sondern auch das gewogene Gewicht des Athleten am Wettkampftag entscheidend ist, wird die einzelne Leistung des Athleten noch gerechter bewertet. Bei manchen Wettkämpfen gibt es noch die sogenannte „Relativ-Wertung“. Hierbei erhalten leichtere Athleten bei gleicher Weite mehr relativpunkte als ein schwererer Athlet. Zum Rasenkraftsport gehören die drei Disziplinen Steinstoßen, Gewichtwerfen und die olympische Disziplin Hammerwerfen. Die Wertung bei den Meisterschaften findet in zwei Einzeldisziplinen (Steinstoßen und Gewichtwerfen) und in einer Dreikampfwertung statt. In die Dreikampfwertung fließt das Hammerwerfen mit ein, da das Hammerwerfen in der Leichtathletik separat gewertet wird.

Hammerwerfen

Der Hammerwurf ist eine olympische Sportart, wird somit auch in der Leichtathletik durchgeführt, und erfolgt aus einem Wurfkreis. Ein Hammer besteht aus einer Kugel, an der ein Draht und Griff zum Halten angebracht sind. Der Wurf beginnt mit einer Anschwungphase kreisend über dem Kopf. Darauf folgen die Drehungen, welche unter den Athleten zwischen null und vier Drehungen variieren. Nach der Beschleunigung des Hammers wird dieser aus dem Wurfkäfig in den Wurfsektor geworfen, wo die Weite dann gemessen wird.

Ein Versuch ist dann gültig, wenn die Kugel des Hammers vollständig zwischen den beiden Sektorlinien einschlägt und der Werfer den Wurfring, welcher einen Durchmesser von 2,135 Meter hat, nach dem Aufkommen des Hammers hinter der weißen Linie, welche sich in der Mitte des Kreises befindet, verlässt. Der Werfer darf während des Versuchs die Fläche außerhalb des Wurfkreises nicht berühren.

Die Gewichte der Hämmer variieren zwischen 2 kg und 7,26 kg, haben eine Länge von ca. 120 cm, wobei beide Größen vom Alter abhängen.

Gewichtwerfen

Das Gewichtwerfen beinhaltet den gleichen Ablauf wie der Hammerwurf. Der Unterschied bei dieser Disziplin ist das Wurfgerät. Zwar besteht auch das Gewicht aus einer Kugel und einem Griff, jedoch sind diese beiden nicht durch einen Draht, sondern durch eine 50 cm lange Kette verbunden. Ein weiterer Unterschied zum Hammerwerfen ist das Gewicht: Zwar wiegt das leichteste Gewicht 3 kg, das schwerste jedoch 12,5 kg. Auch dies ist an das Alter des Athleten angepasst.

Steinstoßen

Das Steinstoßen erfolgt im Gegenteil zum Hammerwerfen und Gewichtwerfen auf einer Anlaufbahn. Hier läuft der Athlet auf beliebiger Streckenlänge an und stößt den Stein am Ende der Bahn vor einem vier Meter breiten Balken in die Grube. Der Stoß ähnelt hierbei dem Kugelstoßen, der Anlauf dem Speerwurf.

Ein Versuch ist dann gültig, wenn der Stein vom Athlet gestoßen wurde, in der vier Meter breiten Grube landet und der Athlet vor dem Balken zum Stehen kommt, also nicht drüber läuft, und die Anlaufbahn nach dem Aufkommen des Steins hinter den weißen Linien am Rand verlässt.

Die Schwere der Steine variiert im Bereich von 3 kg bis 15 kg. Zudem sind die Steine anders als die Kugel beim Kugelstoßen quaderförmig.

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